Fortbildungsseminar für Fahranfänger :

Verkürzung der Probezeit um ein Jahr mit dem FSF
(Freiwilliges Fortbildungsseminar für Fahranfänger)

Führerscheinneulinge haben ein wesentlich höheres Unfallrisiko. Obwohl 18-24 jährige Fahranfänger ca. 12 % aller Führerscheininhaber ausmachen, sind sie an über 35 % der Unfälle mit tödlichem Ausgang schuld.

Fahranfänger überschätzen oft ihr eigenes Fahrkönnen und beurteilen aufgrund mangelnder Erfahrung kritische Situationen oft falsch. Der Gesetzgeber unternimmt nun mit der zweiten Stufe der Fahrausbildung ab Januar 2004 den Versuch diesen Zustand zu ändern. Das Freiwilliges Fortbildungsseminar für Fahranfänger (FSF) wird in einem bis 2007 befristeten Versuch angeboten.  

Die erfolgreiche Teilnahme verkürzt die normale Probezeit von 2 Jahren auf 1 Jahr und die verlängerte Probezeit von 4 Jahren auf 3 Jahre.

Damit der Fahranfänger einen optimalen Schulungserfolg bei dem Fortbildungsseminar erzielt und gleichzeitig den vollen "Rabatts" bei der Probezeit bekommt, sollte er etwa ein halbes Jahr nachdem er seinen Führerschein erhalten, hat mit dem Freiwilligen Fortbildungsseminar für Fahranfänger (FSF) in der Fahrschule beginnen.

Theorie :
Die ersten drei Teile sind Gesprächsrunden und werden in Gruppen von 6 bis 12 Teilnehmern unter der Moderation eines speziell ausgebildeter Fahrlehrers durchgeführt. Themen sind die Erlebnisse des Fahranfängers im Straßenverkehr und Probleme, Wünsche und Ängste, die daraus resultieren.

Beobachtungs- und Übungsfahrt :
Der vierte Teil des Fortbildungsseminars besteht aus einer Übungs- und Beobachtungsfahrt mit dem Fahrlehrer. In der Regel werden solche Übungs- und Beobachtungsfahrten mit dem Fahrschulauto in Gruppen mit 2 bis 3 Seminarteilnehmern zusammen mit einem Fahrlehrer durchgeführt. Jeder Teilnehmer fährt selbständig mindestens 60 min und hat die Möglichkeit Situationen zu erfahren, die er selbst als kritisch erlebt hat oder wo er sich unsicher ist. Der Fahrlehrer wird zusammen den anderen Teilnehmern erklären, was ihm an der Fahrweise der Fahranfängers auffällt und was möglicherweise besser gemacht werden kann.

Sicherheitstraining :
Im letzten Teil des Fortbildungsseminars wird der Umgang mit Gefahrensituationen im Verkehr trainiert.

Das Sicherheitstraining findet in einer Gruppe unter Anleitung eines Moderators auf einem Sicherheitstrainingsplatz statt.

Geübt wird das Verhalten im Grenzbereich, das sich im öffentlichen Straßenverkehr gar nicht oder nur schwer simulieren läßt, wie zum Beispiel Bremsen auf Glätte oder stark unterschiedlichem Straßenbelag oder Bremsen und Ausweichen vor einem Hindernis oder Kurventechnik und Slalomfahrt. Hier soll der Fahranfänger lernen sein Fahrkönnen richtig einzuschätzen und im Ernstfall auf der Straße richtig zu reagieren.